Behauptungen
Manche Leute behaupten, es wäre Stress wenn man nach der Arbeit in die Wohnung kommt. Man müsse noch kochen, sagen sie. Man müsse noch die Wäsche in Maschine schmeißen, sagen sie. Den Abwasch machen, die Müll raus bringen, den Boden saugen und wenn es noch geht, die Steuererklärung.
Manche Leute erzählen mir, wie schwer sie es nicht hätten, wie unfair und hart und gemein und hinterhältig das Leben ihnen mitspiele. Das sie kein Geld hätten, zum Beispiel. Oder das sie noch weniger Geld hätten, und das sie noch einkaufen müssen und danach werden sie sich ein Bier gönnen. Weil das Leben doch so und so so hart sei, jeden Tag sagen sie.
Das ihr Chef so ein verlogenes Arschloch ist, schlimmer noch als der seltsame Typ der immer lächelt. Ihr Arbeitskollege. Der Kerl hat sie doch nicht mehr alle, genau wie sie, diese bebrillte Tippse und ihre Freundin. Die mit ihrem neuen Freund mit dem sie ständig angibt.
Manche Leute behaupten das alles.
Einige jammern nur.
Sie jammern mir mein Ohr voll wie teuer doch der Benzin geworden ist. Oder der Diesel. Sie heulen um die Wette wer nicht den höchsten Berg an Rechnungen auf seinem Schreibtisch liegen hätte. Sie machen das Fenster an Fenster. BMW an Mercedes, sozusagen.
Sie jammern im Zug, so flüstern im Bus, sie schimpfen in der Fußgängerzone vor den teuren Läden, in Shoppingzentren vor Sonderangeboten, vor den Kassen mit Wagen voller must have’s, wenn sie in deinen leeren Einkaufswagen starren, wenn sie starren, wenn sie dich anlächeln und wenn sie lügen. Wenn sie so tun als würde es sie interessieren wie es dir geht. Wenn sie über Ausländer schimpfen. Die Schuld tragen immer die Ausländer, wusstest du das nicht?
Manche Leute behaupten, sie hätten es am schwersten erwischt.
Weil im Büro die Klimaanlage ausgefallen ist oder wieder einmal die Glühbirne im Abstellraum. Weil der Eierkocher denn Geist aufgegeben hat und die Hose einer deiner Kinder aufgerissen ist, der Geburtstag eines Freundes vor der Tür steht. Noch schlimmer, noch stressiger, noch mehr Grund zum jammern: der der Freundin.
Oh – mein - Gott!
Was schenken!
Es soll Menschen geben die sind wahrscheinlich glücklich mit ihrem Leben, müssen sie wohl, den ich höre sie nicht jammern. Wenigstens nicht in meinem Land. Nicht hier. Zum Glück.
Diese Ausländer jammern nur via TV über ihren Stress und wie schwer sie es nicht hätten, wie unfair und gemein und hart und hinterhältig das Leben nicht zu ihnen sei.
Sie jammern nicht aus ihrem Audi, nicht in der Schlange vor -10% Sales, nicht hinter ihrem Schreibtisch hervor.
Sie haben den Anstand und heulen aus Wellblechschuppen, verschütteten Dörfern, Überschwemmten Gebieten, unter abgedeckten Dächern hervor. Sie beten im Schlamm, knietief. Sie heulen vor leeren Reisschüsseln und ausgelegten Suppentellern, sie schlagen sich die Fliegen vom Körper und wünschen sich ein Medikament gegen eigentlich alles.
Manche Leute kann man herrlich abschalten.
Manche Leute erzählen mir, wie schwer sie es nicht hätten, wie unfair und hart und gemein und hinterhältig das Leben ihnen mitspiele. Das sie kein Geld hätten, zum Beispiel. Oder das sie noch weniger Geld hätten, und das sie noch einkaufen müssen und danach werden sie sich ein Bier gönnen. Weil das Leben doch so und so so hart sei, jeden Tag sagen sie.
Das ihr Chef so ein verlogenes Arschloch ist, schlimmer noch als der seltsame Typ der immer lächelt. Ihr Arbeitskollege. Der Kerl hat sie doch nicht mehr alle, genau wie sie, diese bebrillte Tippse und ihre Freundin. Die mit ihrem neuen Freund mit dem sie ständig angibt.
Manche Leute behaupten das alles.
Einige jammern nur.
Sie jammern mir mein Ohr voll wie teuer doch der Benzin geworden ist. Oder der Diesel. Sie heulen um die Wette wer nicht den höchsten Berg an Rechnungen auf seinem Schreibtisch liegen hätte. Sie machen das Fenster an Fenster. BMW an Mercedes, sozusagen.
Sie jammern im Zug, so flüstern im Bus, sie schimpfen in der Fußgängerzone vor den teuren Läden, in Shoppingzentren vor Sonderangeboten, vor den Kassen mit Wagen voller must have’s, wenn sie in deinen leeren Einkaufswagen starren, wenn sie starren, wenn sie dich anlächeln und wenn sie lügen. Wenn sie so tun als würde es sie interessieren wie es dir geht. Wenn sie über Ausländer schimpfen. Die Schuld tragen immer die Ausländer, wusstest du das nicht?
Manche Leute behaupten, sie hätten es am schwersten erwischt.
Weil im Büro die Klimaanlage ausgefallen ist oder wieder einmal die Glühbirne im Abstellraum. Weil der Eierkocher denn Geist aufgegeben hat und die Hose einer deiner Kinder aufgerissen ist, der Geburtstag eines Freundes vor der Tür steht. Noch schlimmer, noch stressiger, noch mehr Grund zum jammern: der der Freundin.
Oh – mein - Gott!
Was schenken!
Es soll Menschen geben die sind wahrscheinlich glücklich mit ihrem Leben, müssen sie wohl, den ich höre sie nicht jammern. Wenigstens nicht in meinem Land. Nicht hier. Zum Glück.
Diese Ausländer jammern nur via TV über ihren Stress und wie schwer sie es nicht hätten, wie unfair und gemein und hart und hinterhältig das Leben nicht zu ihnen sei.
Sie jammern nicht aus ihrem Audi, nicht in der Schlange vor -10% Sales, nicht hinter ihrem Schreibtisch hervor.
Sie haben den Anstand und heulen aus Wellblechschuppen, verschütteten Dörfern, Überschwemmten Gebieten, unter abgedeckten Dächern hervor. Sie beten im Schlamm, knietief. Sie heulen vor leeren Reisschüsseln und ausgelegten Suppentellern, sie schlagen sich die Fliegen vom Körper und wünschen sich ein Medikament gegen eigentlich alles.
Manche Leute kann man herrlich abschalten.
chris0101 - 16. Dez, 18:01